„Freundschaftlicher“ Beginn in die neue Saison

Die Saison 2018/2019 war für viele Blau-Gelbe ein absoluter Albtraum – doch zum Glück mit Happy End. Statt des Abstiegs in Liga 4 darf die Eintracht auch 2019/2020 weiterhin Profifußball spielen und startete mit einem Auswärtsspiel in Magdeburg.

Fußball, Freundschaften und Respekt

Magdeburg und Braunschweig sind Partnerstädte, und durch alte – und vielleicht noch vereinzelt aktuelle – Fanfreundschaften konnte sich auch die Polizei auf eine entspannte Atmosphäre einstellen. Eine enge Fanfreundschaft wie zwischen Schalke und Nürnberg gibt es zwar nicht mehr, aber es herrscht gegenseitiger Respekt. Wenn ein Blau-Gelber einen Blau-Weißen kennt und umgekehrt, ist das völlig in Ordnung.

Für uns von GreatBraunschweig gilt: Wir wünschen dem großen FCM nur das Beste – es gibt in Deutschland schließlich genügend Vereine, die man gar nicht leiden kann. 😉

Besonders beeindruckend in Magdeburg ist immer wieder die Stimmung: Wenn eine komplette Sitzplatztribüne 90 Minuten lang steht und gemeinsam mit den Ultras das eigene Team nach vorne peitscht, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Der Block U ist laut, ausdauernd und bedingungslos – ein weiterer Grund, warum man sich auf diesen ersten Spieltag freuen konnte.

Ein mitreißender Saisonauftakt

Das Stadion war ausverkauft, der Gästeblock gut gefüllt. Stimmung war natürlich auch vorhanden, allerdings nicht durchgehend. Es gab einige schwächere Phasen im Support – besonders in Momenten, in denen die Mannschaft etwas mehr Unterstützung gebraucht hätte. Natürlich hat niemand komplett geschwiegen, aber da geht definitiv noch mehr! Vielleicht traut noch nicht jeder den Blau-Gelben eine gute Saison zu und ist deshalb auf den Rängen noch etwas zurückhaltend.

Auf dem Platz war Zurückhaltung jedoch keine Option! Braunschweig ging früh in Führung, doch Magdeburg glich mit kräftiger Unterstützung der Braunschweiger Abwehr aus. Die Eintracht antwortete prompt: Neuzugang Kobylanskitraf nach zwei Vorlagen von Bär zum 2:1 – und Bär selbst sorgte für den 3:1-Halbzeitstand.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Braunschweig das klar bessere Team, und endlich konnte man mal entspannt eine Halbzeitpause genießen – das hatte man lange nicht mehr.

Aber Eintracht bleibt Eintracht – und so führte ein erneuter Abwehrfehler (Fejzic & Nkansah) zum Anschlusstreffer. Beim Luftduell prallten die beiden unglücklich zusammen, Fejzic kam zu Fall und verlor den Ball, sodass Beck nur noch einschieben musste. Glücklicher Treffer für Magdeburg, denn nach der Pause hatte der FCM zwar mehr Spielanteile, aber wenig klare Chancen. Gute Besserung an unsere Nummer 16!

Hektisches Ende – und ein später Deckel drauf!

Ein 3:2 auswärts? Das verspricht immer eine hektische Schlussphase – und genau das gab es auch. Der FCM witterte seine Chance, drückte auf den Ausgleich, und im Gästeblock erinnerte man sich mit Schrecken an die letzte Hinrunde zurück, als Eintracht in den Schlussminuten einige Spiele aus der Hand gab.

Doch diesmal lief es anders: In der 84. Minute flog Rother mit Rot vom Platz – völlig zurecht, nach einem rüden Einsteigen von hinten. (Roter ging es danach übrigens nicht – Wortspiel-Alarm! 😜).

Und dann die Erlösung: Kobylanski machte in der 96. Minute mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf und sorgte für pure Ekstase im Gästeblock. Ein Hattrick, vier Auswärtstore – gefühlt ist das eine Ewigkeit her! Natürlich war nicht alles perfekt, aber: Drei Punkte sind drei Punkte. Und in Magdeburg wird sicher nicht jeder gewinnen!

Abseits des Platzes: Emotionen & Zusammenhalt

Der Support wurde bereits angesprochen, ebenso der auf Flyern propagierte gegenseitige Respekt der Ultra-Gruppen – ein wichtiges Thema, das definitiv seinen Platz verdient.

Aber kommen wir zu etwas Emotionalem: Das „Wessischweine“-Rufen der Magdeburger. Klingt erstmal hart, aber ganz ehrlich? Das ist Fußball! Emotionen gehören dazu, und in dieser Situation kam eben einiges zusammen. Zwayer ist in Magdeburg ohnehin nicht der beliebteste Schiri, dazu die Derby-Atmosphäre – und schwupps, war die Stimmung da.

Und mal ehrlich: „Schweine“ sind saubere und elegante Tiere, und „Wessis“ sind wir wohl auch. Also alles halb so wild! Seid froh, dass sie nicht gesungen haben „Ihr seid scheiße wie der HSV“ oder uns 90 Minuten lang durchbeleidigt haben. Fußball bedeutet, sich 90 Minuten lang auf dem Platz und den Rängen zu duellieren – und nach dem Schlusspfiff ist die Sache erledigt. So muss das sein, ich finde es gut!

Ein großes Lob geht an die Aktion von Cattiva und den „Kartentausch“, durch den die Szene geschlossen auf der Sitzplatztribüne präsent sein konnte. Das hat hervorragend geklappt und zeigt, wie gut organisierte Eintracht-Fans Dinge möglich machen können. Kleine Gesten stärken den Zusammenhalt – genau das ist Eintracht!

Genug geredet – jetzt endlich zu den Bildern! 📸

Langer Text, aber es ist einfach viel passiert! Die Sommerpause war lang, und einige ältere Texte sind leider verloren gegangen. Also musste ich das alles mal loswerden.

Jetzt aber genug der Worte – hier sind die Fotos vom Saisonauftakt in Magdeburg! 🔥💙💛

19/20 BTSV Eintracht - 1 FC Magedburg (A)

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