Die Leichtigkeit schwindet…

Die Unbeschwertheit vom Saisonbeginn, als die Eintracht mit starken Auftritten – vor allem auswärts – überzeugte, scheint allmählich zu verblassen. Sie verfliegt wie der Rauch heute im Stadion.

Platz 5 ist natürlich eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur gleichen Phase der vergangenen Saison – aber schlechter als die Katastrophensaison 2018/2019 geht ja auch kaum noch. Zu Beginn der Saison schien das Team – dank der Neuzugänge und des Trainerwechsels – gefestigter als erwartet. Nach sieben Spieltagen stand die Eintracht mit nur einer Niederlage auf Platz 1 der 3. Liga. Sechs Siege, eine Niederlage – ein echtes Ausrufezeichen! Viele träumten schon wieder vom Aufstieg in Liga 2. Die Mannschaft wirkte befreit, spielte mit Leichtigkeit – es war eine Phase, die zum Träumen einlud.

Doch die folgenden acht Spieltage holten uns zurück in die Realität. Blickt man nur auf diese Partien, stünde die Eintracht mit Platz 17, einem Torverhältnis von 6:10 und mageren 7 Punkten auf einem Abstiegsplatz.

Passendes Remis gegen Preußen Münster

Das heutige 1:1 gegen Preußen Münster reiht sich nahtlos in die zuletzt schwachen Auftritte ein. Nach vorne fehlt es der Eintracht aktuell an Ideen und Zielstrebigkeit. Dass heute erneut ein Abwehrspieler das 1:0 erzielte, statt einer Offensivkraft, spricht Bände. In der zweiten Halbzeit war Preußen Münster einfach das bessere Team, erzielte kurz vor Schluss den verdienten Ausgleich und hätte mit ein wenig mehr Zeit auf der Uhr vielleicht sogar noch gewonnen.

Die Eintracht hingegen ließ den Gegner kommen, nutzte den Raum vor dem Ausgleich nicht konsequent und spielte harmlose Konter. Statt mutig nach vorne zu agieren, igelte man sich tief in der eigenen Hälfte ein. Das ist viel zu wenigfür einen vermeintlichen Aufstiegskandidaten – aber genau das haben wir ja bereits an anderer Stelle erwähnt: Die Eintracht ist derzeit kein Team für die 2. Liga.

Jetzt ist Charakter gefragt!

Jetzt muss sich die Mannschaft der Kritik stellen und im nächsten Heimspiel gegen Chemnitz das Gesicht der ersten sieben Spieltage zeigen – als man noch spielfreudiger und vor allem risikofreudiger auftrat. Es liegt nun am Trainerteam um Christian Flüthmann, die Jungs wieder auf dieses Niveau zurückzuführen und das Selbstvertrauen zurückzuholen. Leichter gesagt als getan!

Vielleicht können aber auch die Fans ihren Teil dazu beitragen. Statt zu meckern und draufzuhauen, sollten wir versuchen, wieder eine positive Stimmung auf den Rängen zu verbreiten – eine, die hoffentlich auf die Mannschaft überspringt. Kein Team der Welt hat sich jemals aus einer Krise gemeckert!

Jetzt heißt es zusammenhalten und unterstützen – denn genau das tun echte Fans auch dann, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Vielleicht gelingt uns gemeinsam endlich wieder ein Sieg, um oben dran zu bleiben – zumindest bis zur Winterpause. Danach kann man sich neu sortieren und die Weichen für die Rückrunde stellen.

Jetzt aber erstmal ein paar Bilder vom heutigen Spiel! 📸💙💛

19/20 BTSV Eintracht - SC Preussen Münster (A)

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